Zurück in Buenos Aires hatte ich noch mal einen richtig guten Abschluss meiner Zeit dort.
Leider schliefen wir deswegen am nächsten Morgen viel zu lang und das Frühstück wurde nicht so entspannt wie es hätte sein sollen. Ziemlich hektisch verabschiedete ich mich von Maxi und joggte zum Busterminal. Der Bus hatte natürlich eine gute halbe Stunde Verspätung.
An Bord dann war ich sehr angetan von den argentinischen Bussen, von denen mir schon viel erzählt worden war. Die Sessel waren sicher die bequemsten bisher, es gab drei üppige Mahlzeiten und Getränke - inklusive argentinischen Wein und ein Schlummertrunk vor dem Schlafengehen.
So ausgeruht wie noch nie nach einer Nachtfahrt kam ich in Puerto Iguazu an.
Nachdem ich mein Gepäck bei einem Hostel abgegeben hatte ging es auch schon zu den Wasserfällen.
Es war uuunglaublich voll und erst recht spät fiel mir auf, dass ich an einem Samstag zu Besuch war - blöd.
Nichtsdestotrotz waren die Wasserfälle sehr beeindruckend und die Umgebung wirklich schön.
Da die Eintritte wirklich sehr teuer sind werde ich mir die brasilianische Seite der Wasserfälle nicht mehr ansehen sondern nach meiner Einreise direkt einen Bus weiter nach Porto Alegre nehmen, wenn möglich einen Nachtbus so dass ich morgen früh in Port Alegre ankommen sollte.
Brasilien, ich komme!
Ich bin schon sehr gespannt wie die Kommunikation Spanisch-Portugiesisch wird!
Posts mit dem Label Argentinien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Argentinien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 7. August 2011
Mittwoch, 3. August 2011
Buenos Aires - d296, noch 14! Tage
Gestern waren wir endlich in einer richtigen Parilla, einem Steakhaus. Das Fleisch war erwartungsgemäß ziemlich gut!
In wenigen Stunden geht es mit der Fähre nach Colonia de Sacramento in Uruguay. Dort werde ich anderthalb Tage verbringen, Donnerstag Abend wieder kommen und am Freitag Mittag weiter nach Puerto Iguazu fahren.
Hier noch ein paar Eindrücke aus Buenos Aires:
In wenigen Stunden geht es mit der Fähre nach Colonia de Sacramento in Uruguay. Dort werde ich anderthalb Tage verbringen, Donnerstag Abend wieder kommen und am Freitag Mittag weiter nach Puerto Iguazu fahren.
Hier noch ein paar Eindrücke aus Buenos Aires:
Downtown
kunstvolle Matebecher auf dem Straßenmarkt San Telmo
El caminito
alte U-Bahn - die Türen schlossen schon nicht mehr richtig!
Montag, 1. August 2011
Buenos Aires - d294, noch 16 Tage
Es geht ins aufregende Finale einer aufregenden Reise! Schon bin ich im Monat des Heimfkugs und mit einem Blick aufs Datum musste ich eben feststellen, dass ich in nur wenig mehr als zwei Wochen schon wieder Heimaterde unter den Füßen haben werde!
Und trotzdem bleibt es noch spannend: Mein Freund und Gastgeber hier in BA hatte mich gestern gefragt warum ich eigentlich nicht die Foz do Iguacu, gigantische Wasserfälle im Süden Brasiliens besuche - und ich hatte nicht wirklich eine Antwort; deswegen habe ich heute spontan beschlossen meinen Aufenthalt in BA zu verkürzen, auf Montevideo zu verzichten und dafür zu besagten Wasserfällen zu fahren! Jeder der dort war bekommt leuchtende Augen wenn er davon spricht und ich freue mich schon sehr - auf die Wasserfälle und über die Tatsache, dass es, obwohl ich diesen letzten Reiseabschnitt schon vor zwei Monaten empirisch geplant hatte, trotzdem noch Raum für Überraschungen und Spontaneität gibt!
Zwei kleine Mankos gibt es: Die Fahrt nach Foz dauert 20h von BA und kostet knapp 80 Euro und von Foz könnte ich mir eigentlich den Bus nach Port Alegre sparen (von wo ich einen Flug nach Rio habe) und direkt nach Rio fahren. Aber wirkliche Gegenargumente sind beide nicht.
Gestern, Sonntag, habe ich drei porteñer (=aus BA stammende) Institutionen kennengelernt: bei einem Nachmittagsspaziergang den Trödelmarkt von San Telmo und Abends ein fantastisches Bife (Steak) von der Parilla (dem Grill, in diesem Fall auf der Dachterrasse unseres Hauses) sowie später einen Mate-Tee.
Die Abschlussanekdote erzählt ein wenig von diesem Tee:
Mate bezeichnet in den meisten südamerikanischen Ländern nur Blatt-Tee, in Argentinien beschreibt es eine spezielle Art Teetasse; hier und in Uruguay ist es aber viel mehr als das: soziales Ritual und essenzieller Bestandteil der Lebensweise. Selbst auf Reisen trifft man Argentinier stets mit einem Mate und einer kleinen Thermoskanne zum Nachfüllen! Der Mate (Tasse) ist traditionell aus einem faustgroßen Kürbis der meist kunstvoll verziert ist. Zu Beginn wird dieser mit Yerba (sprich "Scheeerbah!" - Teeblättern) gefüllt die später immer wiede rmit warmen Wasser übergossen werden. Da der Mate so voll ist mit Teeblättern die die Feuchtigkeit sofot ausfsaugen reicht ein Aufguss gerade mal für 2-3 Schluck! Man schlüft den Tee durch einen speziellen Strohhalm der unten geschlossen und an den Seiten nur dünn perforiert ist damit nur Tee und keine Blätter geschluckt werden. Nachdem man getrunken hat gießt man Wasser nach und reicht es einem Freund weiter, dieser nimmt einen Schluck und reicht wiederum weiter. Die Teeblätter sind unglaublich ergiebig, eine Füllung reicht in der Regel für einen Abend. Mate wird immer und überall von jedem getrunken - bei der Arbeit, nach der Arbeit in gemütlicher Runde, im Bus und auf der Straße. Es gibt dazu extra Umhängetaschen die genau einen Matebecher und eine Thermoskanne fassen, so dass man wirklich jederzeit bestens ausgestattet ist.
Und trotzdem bleibt es noch spannend: Mein Freund und Gastgeber hier in BA hatte mich gestern gefragt warum ich eigentlich nicht die Foz do Iguacu, gigantische Wasserfälle im Süden Brasiliens besuche - und ich hatte nicht wirklich eine Antwort; deswegen habe ich heute spontan beschlossen meinen Aufenthalt in BA zu verkürzen, auf Montevideo zu verzichten und dafür zu besagten Wasserfällen zu fahren! Jeder der dort war bekommt leuchtende Augen wenn er davon spricht und ich freue mich schon sehr - auf die Wasserfälle und über die Tatsache, dass es, obwohl ich diesen letzten Reiseabschnitt schon vor zwei Monaten empirisch geplant hatte, trotzdem noch Raum für Überraschungen und Spontaneität gibt!
Zwei kleine Mankos gibt es: Die Fahrt nach Foz dauert 20h von BA und kostet knapp 80 Euro und von Foz könnte ich mir eigentlich den Bus nach Port Alegre sparen (von wo ich einen Flug nach Rio habe) und direkt nach Rio fahren. Aber wirkliche Gegenargumente sind beide nicht.
Gestern, Sonntag, habe ich drei porteñer (=aus BA stammende) Institutionen kennengelernt: bei einem Nachmittagsspaziergang den Trödelmarkt von San Telmo und Abends ein fantastisches Bife (Steak) von der Parilla (dem Grill, in diesem Fall auf der Dachterrasse unseres Hauses) sowie später einen Mate-Tee.
Die Abschlussanekdote erzählt ein wenig von diesem Tee:
Mate bezeichnet in den meisten südamerikanischen Ländern nur Blatt-Tee, in Argentinien beschreibt es eine spezielle Art Teetasse; hier und in Uruguay ist es aber viel mehr als das: soziales Ritual und essenzieller Bestandteil der Lebensweise. Selbst auf Reisen trifft man Argentinier stets mit einem Mate und einer kleinen Thermoskanne zum Nachfüllen! Der Mate (Tasse) ist traditionell aus einem faustgroßen Kürbis der meist kunstvoll verziert ist. Zu Beginn wird dieser mit Yerba (sprich "Scheeerbah!" - Teeblättern) gefüllt die später immer wiede rmit warmen Wasser übergossen werden. Da der Mate so voll ist mit Teeblättern die die Feuchtigkeit sofot ausfsaugen reicht ein Aufguss gerade mal für 2-3 Schluck! Man schlüft den Tee durch einen speziellen Strohhalm der unten geschlossen und an den Seiten nur dünn perforiert ist damit nur Tee und keine Blätter geschluckt werden. Nachdem man getrunken hat gießt man Wasser nach und reicht es einem Freund weiter, dieser nimmt einen Schluck und reicht wiederum weiter. Die Teeblätter sind unglaublich ergiebig, eine Füllung reicht in der Regel für einen Abend. Mate wird immer und überall von jedem getrunken - bei der Arbeit, nach der Arbeit in gemütlicher Runde, im Bus und auf der Straße. Es gibt dazu extra Umhängetaschen die genau einen Matebecher und eine Thermoskanne fassen, so dass man wirklich jederzeit bestens ausgestattet ist.
Samstag, 30. Juli 2011
Buenos Aires - d292, noch 18 Tage
Buenos Aires ist einfach eine wahnsinns Stadt. Imposante Prachtbauten wie in Madrid und Hafenstadtflair wie in Hamburg. Es gefällt mir echt gut hier. Zum ersten Mal seit Mexiko Stadt im Dezember bin ich wieder in einer richtigen Weltstadt. Ich habe heute nur einen winzigen Teil gesehen und bin froh, dass ich hier einige Tage bleibe, die Stadt hat wirklich viel zu bieten. Das einzige was mich immer wieder schockt sind die Preise hier - alles ist um ein vielfaches teurer als in anderen lateinamerikanischen Ländern. Nach Bolivien fällt der Kontrast natürlich besonders stark aus. In Bolivien habe ich für 0,8-1,2€ Mittag gegessen und das inkludierte stets Suppe und Hauptspeise, manchmal sogar Nachspeise und/oder Getränk. Heute habe ich für 3,30€ einen Burger mit Pommes und Pepsi gegessen, das billigste was ich finden konnte. Ich hätte etwas anderes präferiert aber das hätte mindestens 4,50€ gekostet. Zwar auch leistbar, aber im Vergleich...
Plaza de la republica, umgeben von einer 20-spurigen Straße
Puerto madero
auf einer Milonga, einem Tangoabend
Freitag, 29. Juli 2011
Buenos Aires - d291, noch 19 Tage
Montag bis Mittwoch war ich auf eine Hippie-Ökofarm in der nähe von Samaipata. Dort konnte man für ein wenig Arbeit günstig essen und schlafen. Ich pflückte und röstete Kaffee, melkte eine Kuh und baute einen Tisch. Außerdem war ich wandern. Alles in allem eine sehr nette Zeit.
In Santa Cruz war tatsächlich nicht viel zu tun außer Eis essen. Am Donnerstag nahm ich den Flieger nach Buenos Aires.
Bei der Ankunft hatte ich erstmal einen kleinen Kulturschock: Alles so ordentlich, sabuer, die Leute so hellhäutig, gut angezogen, alles so hektisch, die Häuser so groß, die Autos so neu... ich wollte etwas zu essen kaufen und fand auf 4 Blocks nicht einen Essensstand oder billiges Restaurant. Sehr komisch...
Die große Hauptstraße 9 de Julio raubte mir erstmal den Atem. Ein 14-spuriger Boulevard gesäumt von riesigen Häusern, soetwas hatte ich seit Mexiko City im Dezember nicht mehr gesehen.
Ich traf mich mit Maxi, einem Freund aus Wien bei dem ich die nächsten Tage übernachten werde und wir stürzten uns gleich ins Nachtleben von Buenos Aires.
Maxi ist heute beschäftigt und ich bin gerade aufgewacht und werde mal schauen was ich den Tag so unternehme.
In Santa Cruz war tatsächlich nicht viel zu tun außer Eis essen. Am Donnerstag nahm ich den Flieger nach Buenos Aires.
Bei der Ankunft hatte ich erstmal einen kleinen Kulturschock: Alles so ordentlich, sabuer, die Leute so hellhäutig, gut angezogen, alles so hektisch, die Häuser so groß, die Autos so neu... ich wollte etwas zu essen kaufen und fand auf 4 Blocks nicht einen Essensstand oder billiges Restaurant. Sehr komisch...
Die große Hauptstraße 9 de Julio raubte mir erstmal den Atem. Ein 14-spuriger Boulevard gesäumt von riesigen Häusern, soetwas hatte ich seit Mexiko City im Dezember nicht mehr gesehen.
Ich traf mich mit Maxi, einem Freund aus Wien bei dem ich die nächsten Tage übernachten werde und wir stürzten uns gleich ins Nachtleben von Buenos Aires.
Maxi ist heute beschäftigt und ich bin gerade aufgewacht und werde mal schauen was ich den Tag so unternehme.
Labels:
Argentinien,
Bolivien,
Buenos Aires,
Samaipata
Abonnieren
Posts (Atom)