Samstag, 30. Juli 2011

Buenos Aires - d292, noch 18 Tage

Buenos Aires ist einfach eine wahnsinns Stadt. Imposante Prachtbauten wie in Madrid und Hafenstadtflair wie in Hamburg. Es gefällt mir echt gut hier. Zum ersten Mal seit Mexiko Stadt im Dezember bin ich wieder in einer richtigen Weltstadt. Ich habe heute nur einen winzigen Teil gesehen und bin froh, dass ich hier einige Tage bleibe, die Stadt hat wirklich viel zu bieten. Das einzige was mich immer wieder schockt sind die Preise hier - alles ist um ein vielfaches teurer als in anderen lateinamerikanischen Ländern. Nach Bolivien fällt der Kontrast natürlich besonders stark aus. In Bolivien habe ich für 0,8-1,2€ Mittag gegessen und das inkludierte stets Suppe und Hauptspeise, manchmal sogar Nachspeise und/oder Getränk. Heute habe ich für 3,30€ einen Burger mit Pommes und Pepsi gegessen, das billigste was ich finden konnte. Ich hätte etwas anderes präferiert aber das hätte mindestens 4,50€ gekostet. Zwar auch leistbar, aber im Vergleich...

 Plaza de la republica, umgeben von einer 20-spurigen Straße
 Puerto madero
auf einer Milonga, einem Tangoabend

Freitag, 29. Juli 2011

Buenos Aires - d291, noch 19 Tage

Montag bis Mittwoch war ich auf eine Hippie-Ökofarm in der nähe von Samaipata. Dort konnte man für ein wenig Arbeit günstig essen und schlafen. Ich pflückte und röstete Kaffee, melkte eine Kuh und baute einen Tisch. Außerdem war ich wandern. Alles in allem eine sehr nette Zeit.
In Santa Cruz war tatsächlich nicht viel zu tun außer Eis essen. Am Donnerstag nahm ich den Flieger nach Buenos Aires.
Bei der Ankunft hatte ich erstmal einen kleinen Kulturschock: Alles so ordentlich, sabuer, die Leute so hellhäutig, gut angezogen, alles so hektisch, die Häuser so groß, die Autos so neu... ich wollte etwas zu essen kaufen und fand auf 4 Blocks nicht einen Essensstand oder billiges Restaurant. Sehr komisch...
Die große Hauptstraße 9 de Julio raubte mir erstmal den Atem. Ein 14-spuriger Boulevard gesäumt von riesigen Häusern, soetwas hatte ich seit Mexiko City im Dezember nicht mehr gesehen.
Ich traf mich mit Maxi, einem Freund aus Wien bei dem ich die nächsten Tage übernachten werde und wir stürzten uns gleich ins Nachtleben von Buenos Aires.
Maxi ist heute beschäftigt und ich bin gerade aufgewacht und werde mal schauen was ich den Tag so unternehme.

Samstag, 23. Juli 2011

Samaipata - Tag 285, noch 25d

Die drei Tage Trekken in den Anden waren fantastisch aber auch unglaublich anstrengend. Das Gelände war unwegsam und die Rucksäcke schwer da wir Verpflegung und Zelte dabei hatten. Unsere Gruppe war klein und leistungmäßig gut ausgeglichen, die Stimmung immer gut. Die Landschaften durch die uns unser Weg führte waren zum Teil auch eintönig, meist aber sehr beeindruckend. Highlights waren der alte Inkapfad dem wir am Anfang folgten, die Dinosaurierfußabdrücke im Lavagestein, eine Flußdurchquerung und am Ende ein Bad in heißen Quellen! Die Rückfahrt, 4,5h stehend auf einem Laster mit knapp 50 Indígena und einer Ziege durch Geröllfelder, wiederum eien Fluß und serpentinen rauf und runter war zwar eine spannende Erfahrung, aber sehr strapaziös. 
Kaum wieder in Sucre angekommen fuhr ich schon mit dem Nachtbus nach Samaipata wo ich ziemlich gerädert nach 13h um 6:00 in der Früh ankam.
Das einzige Hotel das mir namentlich einfiel war ausgerechnet das teuerste im Dorf und leider so weit außerhalb, dass, als den Preis hörte, ein Rückweg in meinem Zustand nicht mehr wirklich in Frage kam. Der holländische Besitzer war so freundlich mir die de facto Übernachtung die ich nach Ankunft in der Früh noch machte nicht berechnete sondern nur die Nacht darauf. So zahlte ich denn 14 Euro für ein super Zimmer mit King size - Bett und eigenem Bad, vermutlich mehr als ich jemals für eine Unterkunft gezahlt habe! :D Einigermaßen ausgeschlafen suchte ich gegen Mittag Christian der auch in Samipata sein sollte nur um festzustellen, dass wir uns knapp verpasst hatten und er schon weiter nach Santa Cruz gefahren war.
Leider ist das Internet hier in Samipata noch schlechter als in allen bisherigen Städten - es gibt nur ein einziges Cibercafé im Ort, Hotels haben kein WiFi; das stelle man sich mal vor! Ich schreibe also gerade diesen Blog offline an meinem Netbook und werde ihn nachher hoffentlich via USB im Ciber veröffentlichen können. Fotos werden wohl bis Santa Cruz warten müssen!
Am 28.7. geht mein Flug nach Buenos Aires, ich habe also noch 4,5 Tage in Bolivien. Jeder Reisende bisher hat mir erzählt dass "in Santa Cruz nichts zu tun" sei. Solange das Wetter gut bleibt werde ich also in Samipata bleiben, evtl. noch 1-2 mal wandern gehen und ansonsten viel lesen. Am 26. werde ich dann wohl nach Santa Cruz fahren um noch ein wenig Zivilisation zu genießen: Kino, Internet, gute Auswahl zum Essen. 

Dienstag, 19. Juli 2011

Sucre - 6 Tage, 4 Orte

La Paz
Wir blieben dann doch noch einen Tag länger in La Paz da unsere Death Road-Tour auf den Montag verschoben wurde.
Sonntag Abend gingen wir also zum "Cholitas Wrestling". Lucha libre ist eine mexikanische Abwandlung des klassischen amerik. Wrestelns und in ganz Lateinamerika sehr beliebt. Hierbei treten das maskierte "Böse" und das maskierte "Gute" gegeneinander an. Das Cholitas Wrestling ist dabei eine bolivianische Eigenheit: Hier wird der alltägliche Kampf zwischen Mann und Frau wrestelnd im Ring ausgetragen.
Klingt witzig, war aber großteils recht unoriginell. Es traten ausserdem auch die Kombinationen Mann-Mann und Frau-Frau gegeneinander an. Beim letzten Kampf (Mann-Mann) verletzte sich leider einer der Kontrahenten so schwer, dass etwas panisch alle Zuschauer schnell rausgescheucht wurden. Schade, es war technisch der beste Kampf...



Death Road & Coroico
Am Montag ging es dann endlich die Death Road runter. Erst 40km Asphalt downhill, dann 40km Kurve auf Kurve auf Kurve auf schmaler Schotterpiste direkt am Abgrund entlang. Der erste Teil war für einen Geschwindigkeitsfan wie mich einfach super. Der zweite Teil war nicht ganz ohne da bremsen auf dem Schotter zum Teil recht riskant war und andererseits viele U-Kurven geradeaus einfach im Nichts endeten. Nichtsdestotrotz ebenfalls super.



Nach ca. 3h waren wir schon am Fuße der Strecke angekommen, mittlerweile in deutlich tropischeren Gefilden als Anfangs noch in der Nähe von La Paz.
Wir verabschiedeten uns von unserer Tourgruppe und fuhren noch ein kleines Stück weiter nach Coroico. Im Lonely Planet wird es als "Eden Boliviens". Naja.... wenn das Eden soll dann ist klar warum unsere Vorfahren es dort nicht ewig aushielten. Es ist schon ganz nett, die Landschaft beeindruckend, das Klima gut, aber Coroico selbst ist ein eher unterdurchschnittlicher kleiner staubiger und etwas schmuddeliger Ort.
Wir fanden eine nette Cabaña etwas außerhalb wo wir 1,5 Tage im wesentlichen nichts machten außer ein wenig Yoga und viel lesen. Internet gab es nicht was nach kurzer Irritiertheit sogar recht angenehm war.

Am Mittwoch ging es dann wieder zurück nach La Paz wo ich eine Bekannte aus Cusco widertraf. Ich hatte dort meine Hüte liegen gelassen die sie mir liebenswürdigerweise mitbrachte.
Donnerstag schlenderten wir vormittags durch die Stadt und versuchten nachmittags in das Gefängnis einzubrechen was leider nicht gelang. Abends ging's mit einem Nachtbus nach Potosí. Der Bus war gläcklicherweise nicht ganz so kalt wie der nach La Paz (es wurden Decken gestellt), die Fahrt war dennoch wenig komfortabel.

Potosí
Wir kamen also etwas gerädert gegen 7:00 am Freitag in Potosí an (übrigens die angeblich höchste Stadt der Welt auf 4070m). Auf der Suche nach Frühstück wurden wir von einem Tourveranstalter abgefangen. Zu müde um wirklich Gegenwehr zu leisten ließen wir uns in sein Büro führen wo er uns eine Tour in die Minen von Potosí gleich in der Früh um 8:30 andrehte. Im Nachhinein stellte sich das als doppeltes Glück heraus: die Minen wären nämlich später, am Wochenende geschlossen gewesen, außerdem war die Tour die wohl beste in der ganzen Stadt, nämlich von "The Real Deal", einem Zusammenschluss ehemaliger Minenarbeiter.
Nach einem kurzen Frühstück ging es also in die Mine.
Nachdem wir angemessen eingekleidet worden waren -Gummistiefel, wasserdichte Kleidung, Helm mit Lampe - ging es auf den Markt der Minenarbeiter. Dort wurden wir angehalten kleine Geschenke für die Arbeiter zu kaufen die wir auf dem Weg treffen würden. Ich kaufte: 96-%igen Alkohol für 1,5€, ein Set Dynamit mit Sprengkraftverstärker für 1,5€ und ein Paket Cocablätter.

 Verschiedene Ausführungen Dynamit

Kurz darauf ging es dann in die Silbermine von Potosí, gut 500 Jahre alt, der Ursprung des Reichtums der Spanier in der Kolonialzeit. Heute arbeiten in der Mine einige Tausend Arbeiter in dutzenden Syndikaten auf eigene Rechnung. Gearbeitet wird je nach Reichtum des jewiligen Stollens mit Presslufthämmern - oder noch mit Pickel, Meißel und Hammer.

Gehört hatte ich zum ersten Mal von der Mine in Potosí Mitte Dezember auf einer Terrasse in Zacatecas, der zweiten wichtigen Mine der Spanier in der Mitte Mexikos. Danach hatte ich sie mir komplett anders vorgestellt. Dennoch war sie wirklich ein beeindruckender Ort.





man beachte: die Lunte brennt.


Nachmittags ging es noch ins Kino, den letzten Harry Potter anschauen.
Am nächsten Tag ging es nach einem kurzen Spaziergang und dem Urteil, dass Potosí sonst eigentlich eine recht uninteressante Stadt ist weiter nach Sucre, gut 1500m tiefer und damit deutlich wärmer.

Sucre
Bei Potosí ist es meiner Meinung relativ unverständlich warum es als Weltkulturerbe gilt. Bei Sucre ist es dagegen auf den ersten Blick ersichtlich: es ist eine wirklich schöne Stadt.
Leider finden das auch viele andere Touristen weswegen wir erst im 6. Hostel fündig wurden (und auch hier nur Betten in der Abstellkammer bekamen!).
Abends verfolgten wir den Untergang der argentinischen Mannschaft in der Copa America gegen Uruguay im Elfmeterschießen.
Am Sonntag fuhr ich nach Tarabuco, einem Ort in der Nähe der für einen tollen Sonntagsmarkt bekannt ist. Ich fand diesen recht unspektakulär. Die Tracht der Einheimischen war interessant, der Markt selber aber war nicht sonderlich groß und hatte auch wenig Neues zu bieten.
Christian ist nun schon nach Samaipata gefahren. Ich breche morgen, Dienstag, zu einem 3-tägigen Trek durch die weiter Umgebung auf. Gleich im Anschluss werde ich nach Samaipata fahren wo ich am 22. in der Früh ankommen werde.
Meine Abschlussanekdote gilt einem alten Bekannten:

Als ich nämlich in Potosí in der Touragency saß und, noch von der Nachtfahrt betäubt, vor mich hinstarrte kam ein kleiner Asiat herein und schlug mich auf die Schulter. Ich brauchte etwas um meinen alten Freund Pay "Why Pay?" aus Singapur wiederzuerkennen. Wir waren Ende März von Panama nach Kolumbien gesegelt, hatten eine Kajüte geteilt und waren später noch in Cartagena in einem Zimmer gewesen. Seitdem waren wir in unstetem Kontakt; so wusste ich, dass er sich in Bolivien aufhielt - allerdings war der letzte Kontakt schon länger so dsas ich nicht sicher sein konnte ob er noch im Land war, geschweige denn in welcher Stadt! Er ist nun auch in Sucre und wir sehen uns immer mal wieder.

Sonntag, 10. Juli 2011

La Paz - Planänderung

Bitte die Änderungen im vorigen Post zu beachten:
Ich habe Fotos eingefügt, außerdem die Daten der Weiterreise geändert: Wir fahren schon morgen, am Sonntag die death road runter. :)

Samstag, 9. Juli 2011

La Paz - dünne Luft, viele Menschen und ausgezeichnete Küche

Peru bis Bolivien - eisig
Die vergangenen Tage vergingen mal wieder rasend schnell.
Nachdem es nach der Rückkehr aus Machu Picchu in Cusco wieder regente beschlossen wir direkt weiter an den Titicacasee zu fahren.
Die Fahrt dorthin war die Hölle - wobei, eigentlich das genaue Gegenteil, es war nämlich kalt. Erbärmlich kalt.
Nachts in Peru im Winter, auf 3000m, kann es ohnehin recht frisch werden. Zusätzlich schaltete der Busfahrer auf der Fahrt auch noch die Klimaanlage ein was dazu führte, dass sich eine Eisschicht an den Scheiben bildete.
Die Passage über die Grenze war wieder sehr problemlos - lange Grenzkontrollen hatte ich schon lange nicht mehr.

Titicacasee und Isla del Sol - mysthisch
Gegen 9:00 vormittags kamen wir schließlich in Copacabana auf der bolivianischen Seite des Sees an.
Am folgenden Tag setzen wir auf die Isla del Sol über.
Von ihr stammten dereinst die ersten Inca; in der Inca-Mythologie ist sie der Ursprung der Menschheit.
 Wir verbrachten dort einen wunderbar entspannten Tag. Auf der Isla gibt es keine Fahrzeuge. Alles was man hört ist das Rauschen einer leichten Brandung, Möwen, Esel und Schafe.
Nach einem atemberaubenden Sonnernuntergang und einem wunderbaren -aufgang ging es tags darauf wieder nach Copacabana und mit dem ersten Bus weiter gen La Paz (die Überfahrt von der Isla nach Copacabana wurde nur unwesentlich verzögert: Der Kapitän, ein höchstens zwanzigjähriges Bürschchen hatte vergessen seinen Benzinkanister aufzufüllen so dass mitten auf dem See der Motor ausfiel und wir vor uns hin dümpelten bis uns eine andere Lancha freundlicherweise ein wenig Treibstoff zur Verfügung stellte).





Nach La Paz - lebensgefährlich
Die Fahrt nach La Paz war ebenfalls ziemlich abenteuerlich:
Es führt nämlich keine Straße direkt von Copacabana nach La Paz. Die Straße führt durch den See. Das ist kein Unfall oder Folge eines Unwetters - die Straße endet einfach irgendwann direkt am See.
Von dort gibt es Fähren auf die andere Seite, wo die Straße weiter nach La Paz führt.
Alle Fahrzeuge, inkl, Busse und Passagiere müssen also diese Fähren nutzen, wobei Fähre natürlich ein Euphemismus ist: korrekter wäre FLOSS.
Als wir also am Copacabana-seitigen Blind-Ende der Straße ankamen war es schon recht spät, mit kurz vor sechs Uhr hatte es schon zu dämmern angefangen. Vor uns ein langer Stau. Eine Passage sei momentan nicht möglich, zu starker Wind, die Wellen, zu gefährlich. Letztes Jahr seien bei ähnlichen Bedingungen zwei Bus-Floße gekentert. Blendend. Bis wann den Fähren verkehren würden? Bis neun. Trotz Dunkelheit? Natürlich.


Wir warteten also ungeduldig mit sieben Busladungen voll Bolivianer und beobachteten den unruhigen Titicacasee. Auf Nachfrage wurden wir immer weiter vertröstet, das würde schon besser werden, "nur Geduld" - das scheint ein Schlüsselwort in Bolivien zu sein.
Als sich kurz nach acht immer noch nichts Tat beschlossen wir eine Lancha, ein Passagierboot zu nehmen. Von unserem Vorbild inspiriert schienen plötzlich alle an den Lanchasteg zu strömen und auf die einzige verbliebene Lancha zu wollen die sich noch traute den aufgepeitschten See zu überqueren.
 Zusammengedrängt mit ca. 15 anderen setzen wir schließlich über. So wild war es aber dann gar nicht. Die Passage war ohnehin recht kurz und der Wellengang war im Grunde nicht bedrohlich - da war die Situation auf dem Lago Atitlán damals deutlich brenzliger.
 Unserem Beispiel folgend kamen schließlich immer mehr Lanchas mit Personen an das andere Ufer; die Busse ließen aber noch bis kurz vor neun auf sich warten.
In La Paz kamen wir schließlich gegen elf an - ironisch: wir hatten in Copacabana einen Bus genommen mit der Rechnung, nach drei Stunden um acht Uhr in La Paz zu sein. Wir wollten nicht später in einer unbekannten Stadt, zumal La Paz, ankommen. Tja...
Die ersten drei Hostels waren alle ausgebucht so dass wir im vierten Hostel kurz nach Mitternacht endlich Unterkunft fanden.

In La Paz - faszinierend
La Paz ist eine sehr interessante Stadt. Schon die Lage auf 3600m zwischen zwei Bergrücken ist spannend. Optisch wirkt es wie eine Mischung aus Guatemala City, San Jose und Quito (die Hauptsätdte von Guatemala, Costa Rica und Ecuador): Schmutzig, voller Smog, voller Menschen, chaotisch. Aber faszinierend.


An die Höhe bin ich mittlerweile schon fast akklimatisiert. Am anfang war das schon faszinierend, mit einer Ruhe-Atemfrequenz von 20-25 und totalem-aus-der-Puste-sein bei jeder kleinen Anstrengung (jeder kleinen Anstrengung: das seien ein paar Schritte schneller oder auch nur ein paar Stiegen).

Aussichten - abenteuerlich
Wir bleiben jetzt noch bis Sonntag Samstag hier. Montag Sonntag fahren wir mit dem Mountainbike die gefährlichste Straße der Welt runter, 61km von 4650 auf 1200m Höhe. Hahaaaa!
Wir werden dann ein paar Tage in Coroico verbringen bevor wir weiter zur Salar der Uyuni fahren, der größten Salzwüste der Welt. Ob wir sie erkunden können werden bleibt fraglich: Momentan liegen dort über 50cm Schnee und sie ist unpassierbar. Wir haben schon Glück mit dem Wetter...

Wir, das sind auch weiterhin Christian und ich. Er kann sich einfach für keinen Rückflug entscheiden so dass wir Bolivien bis zu meinem Flug nach Buenos Aires am 28.7. zusammen durchqueren werden.

PS: "Ausgezeichnete Küche" im Titel bezieht sich jetzt erstmal auf die vielfältigen ausländischen kulinarischen Küchen in La Paz, von Mc Doof über argentinische Steakhäuser und chinesische Nudeltempel bis deutsche Konditoreien. Die einheimische Küche hab ich zugegebenermaßen bisher kaum probiert, außer am Titicacasee die köstliche und ubiquitäre Forelle die dir direkt vom See auf den Teller springt.

Dienstag, 5. Juli 2011

Cuzco - MACHU PICCHU

Für Peru hatte ich erwartet, dass es kalt wird. Mein erster Stop in diesem Land war ja Piura, eine Wüstenstadt - hier wurde also meine Erwartung nicht erfüllt. In Cusco allerdings war es dann bitter kalt.
Schon am ersten Tag kam nachmittags ein Nieselregen dazu der sich beständig über die Tage hier hielt.
Nach einer kurzen Zeit der Orientierung und Höhenakklimatisierung kundschafte ich aus wie ich denn nun nach Machu Picchu kommen könne.
Bald stand fest: ich wollte den Jungle Trek machen, eine dreitägige Tour mit Mountainbike und zu Fuß, am vierten Tag als Abschluss Machu Picchu selbst.
Da der Regen aber anhielt änderte ich meinen Plan und beschloss auf eigene Faust nach MP zu fahren, immer mit der Möglichkeit entweder Bus zu fahren oder wandern zu können, je nach Wetterlage.
Christian schloss sich an. Unser Plan war also: mit dem Bus nach Santa Marta, zu Fuß nach Quellomayo (zwischen St.a Marta und St.a Teresa), dort übernachten, am nächsten Tag zu Fuß nach Santa Teresa und weiter nach Aguas Calientes, dort übernachten und am dritten Tag hoch nach MP.
Zur ganzen Streckenplanung muss man wissen: Es gibt KEINE Straße nach Aguas Calientes, dem Dorf bei MP. Man erreicht es lediglich via Zug oder zu Fuß!

So machten wir uns Samstag früh mit lediglich Daypacks auf dem Weg zum Terminal. Schon im Taxi meinte allerdings der Fahrer der Pass über den wir auf unserem Weg mussten, der Abra Malaga auf 4350m sei zugeschneit und unpassierbar. Am Terminal bestätigte sich das: es gab keine Busse nach Santa Marta (via Abra Malaga), lediglich bis Ollantaytambo war die Straße passierbar.
Jeder Peruaner den wir trafen sagte uns Regen im Juni hätte es noch nie gegeben, es sei keine Regenzeit; dass es nun schneie sei absolut einmalig. Na wunderbar...
Wir nahmen also ein Colectivo nach Ollantaytambo. Dort beschlossen wir den Zug nach Aguas Calientes zu nehmen. Langweilig, aber wir hatten keine andere Wahl! :(
Am Schalter wurden wir empfangen mit einem "schnell, kommt, der Zug fährt gleich!". Uns wurde ein Preis von 35 USD oder 190 Soles angeboten. Wir zahlten in Soles in sprinteten in den Zug (der natürlich noch lange nicht abfuhr). Erst hier fiel uns auf, dass 190 Soles keinesfalls 35 USD (24 EUR) sind, sondern 47 EUR. Wir hatten durch Unachtsamkeit und Hektik knapp das doppelte gezahlt und den 1.-Klasse-Zug genommen.
Immerhin gab es während der Fahrt sehr zuvorkommenden Service und exquisites Essen. ;)
In Aguas Calientes nahmen wir uns ein billiges Hotel, kauften Tickets für MP für den nächsten Tag und schlugen den restlichen Nachmittag die Zeit tot. Übrigens regnete es selbstverständlich auch hier.

Am nächsten Morgen standen wir um 3:30 auf und waren um 4:00 auf dem Weg nach MP. Um 4:45 öffnete die Brücke zum Nationalpark. Naiv wie ich bin hatte ich mir eine romantische Nachtwanderung vorgestellt aber selbstverständlich glich der Weg zum Brückenkopf eher einer Völkerwanderung.

 Warten auf die Öffnung des Tores zur Brücke

Immerhin waren wir unter den ersten 50 als wir die Brücke passierten und den (laut Information) einstündigen Aufstieg auf MP angingen. Der Weg bestand im wesentlichen aus (hohen) Felsstufen. Nicht alle Wandergenossen waren fit genug und blieben keuchend und schnaufend auf der Strecke.
Schon 35 Minuten später waren wir schweißüberströmt am Eingang zu MP angekommen, unter den ersten 20.

Warum eigentlich die morgendliche Quälerei?
MP ist von vier heiligen Bergen umgeben. Der bekannteste davon ist Huayna Picchu, mit einer spektakulären Aussicht über die Anlage. Allerdings dürfen ihn nur 400 Personen pro Tag besteigen - diejenigen ersten 400, die sich morgens einen Stempel am Eingang abholen. Daher gibt es allmorgendlich ein Wettrennen auf MP um die ersten 400 Stempel.
Zu Fuß kamen ca. 250, d.h. wer nicht laufen und dennoch auf Huayna Picchu will muss unter den ersten 150 im Bus sein. Der Bus fährt um 5:15 am Aguas Calientes ab; anstellen muss man sich schon ab 3:00!
Wir gehörten nach 1,5h Frühsport also zu den Glücklichen mit dem begehrten Stempel auf dem Ticket!
Die Erwartung war groß als wir kurz nach 6:00 das Gelände betreten konnten.
Nach einem weiteren kurzen Aufstieg lag es schließlich vor uns: das Dorf Machu Picchu. Vor knapp 600 Jahren hatten es die Inka nahe dem Zentrum ihres Reiches erbaut; zur Hochzeit lebten hier gut 1000 Menschen.
Mehr als ein kurzes Foto war uns nicht gestattet. Zu dem beständigen Nieselregen gesellte sich schnell ein dichter Nebel (bzw. Wolken) der lediglich eine Sichtweite von knapp 100m gestattete. Das klingt viel, aber wenn man bedenkt, dass das Majestätische an MP seine Ausdehnung und seine Lage auf einem Gipfel inmitten einer Bergkette ist relativiert sich das schnell.

Da zieht er schon auf, der böse Nebel


Ziemlich enttäuscht standen wir am höchsten Punkt des Dorfes, umgeben von Weiß und wussten nicht recht weiter.
Wir folgten einem Wegweiser nach "Inkipunku" ohne recht zu wissen was das eigentlich ist.
Nach einer dreiviertel Stunde Wanderung (bergauf, was sonst) kamen wir endlich an ein paar Ruinen an und erfuhren dort von einem Guide, dass das das Sonnentor sei, der alte Eingang zu MP auf dem Inkapfad von Cusco nach MP.
Wir kehrten zurück ins Dorf und wanderten etwas lustlos herum. Schließlich schlossen wir uns der Führung mit einer peruanischen Familie an und erfuhren ein wenig über die Anlage. Es klarte langsam auf und so machten wir uns an den einstündigen Aufstieg nach Huayna Picchu.
Als wir oben ankamen war es zwar immer noch (oder schon wieder) bewölkt, es klarte aber immer wieder auf so dass kurze Blicke zu erhaschen waren.

Nochmal 400m über MP, auf 2701m

Nach einiger Zeit stiegen wir ab, durchquerten die Anlage und kehrten schließlich nach Aguas Calientes zurück, nach elf Stunden wandern!
Wiederum schlugen wir Zeit tot bis abends schließlich unser Zug zurück nach Ollantaytambo fuhr und uns ein Colectivo wieder nach Cusco brachte.

Alles in allem hatten wir wirklich ziemlich Pech mit unserem MP-Besuch wenn man bedenkt, dass dies einer der allerersten Punkte war den ich auf der Reiseroute hatte als ich meine Reise plante.
Zumindest konnten wir aber ein wenig sehen, und auch so schon war MP wirklich schwer beeindruckend. Mir zuckte immer wieder ein Gedanke durch denk Kopf: "Die Inkas - die sind doch wahnsinnig!", immer dann, wenn sichtbar wurde wie hoch MP liegt, wie wahnwitzig an Hänge und Abgründe gebaut wurde und wie atemberaubend die Aussicht ist.
 Cliffhanger

Dadurch, dass ich keine Tour unternommen habe habe ich zwei Tage Zeit gewonnen. Da ich nicht länger in Cusco bleiben möchte fahren wir heute abend schon weiter.
Es geht mit einem Nachtbus 11,5h nach Copacabana am Titicacasee in Bolivien.
Ich war also gerade mal sechs Tage in Peru!
Mir bleiben dann 23 Tage in Bolivien.
Ich freue mich schon sehr auf dieses Land, ich glaube es wird doch noch mal sehr anders als die anderen bisher. Wenn ich am 28.7. nach Buenos Aires fliege habe ich das Gefühl ich bin schon auf dem Heimweg, ab da geht alles so schnell...

An dieser Stelle möchte ich meine alte Tradition der Schlussanekdote wiederbeleben.
Ich wollte eben ein Deo kaufen und ging dazu in eine Apotheke. Es ist nicht ungewöhnlich für Lateinamerika Hygieneartikel in Apotheken zu kaufen; ungewöhnlich ist lediglich, dass ich in einer so großen und touristischen Stadt wie Cusco nur einen Supermarkt gefunden habe.
Ich stellte mich also in die Schlange und wartete bis ich dran war um mein Deo zu kaufen. Zu meiner Überraschung wurde es mir aber nicht direkt verkauft sondern ich durfte es nur aussuchen, bekam einen Zettel mit dem zu zahlenden Preis, ging dann zu Kasse (wo ich mich natürlich wieder anstellen musste), bezahlte und bekam eine Zahlungsbestätigung, ging dann zur "Warenausgabe" und stellte mich dort, wie könnte es anders sein, in die Schlange. Dort zeigte ich endlich meine Zahlungsbestätigung, bekam eine Quittung und meine Ware, natürlich in einem kleinen Plastiksackerl.
Es brauchte sage und schreibe 30 Minuten, 3 Zettel und eine Plastiktüte um ein DEO zu kaufen!

Donnerstag, 30. Juni 2011

Vilcabamba - eine super Woche

Die vergangene Woche war einfach perfekt. Und jetzt sitze ich mitten in der Wüste, Sand überall, Heuballen fegen über die Straßen...
Aber der Reihe nach.

Quito
18.-21.6. waren Christian und ich in Quito. Ich machte nicht wirklich viel; toll war der Besuch des Pichincha-Plateaus oberhalb der Stadt auf 4100-4300m. Nach dem Aufstieg mit der Seilbahn wanderten wir einen Nachmittag dort herum; der geringe Sauerstoffpartialdruck war merklich spürbar.
Als schlechtes Wetter aufzog waren wir praktisch auf Augenhöhe!

Vilcabamba
Mit dem Nachtbus ging es am 21. nach Cuenca. Die Stadt ist schön, aber ein bisschen fad. Wir kauften uns beide die berühmten Homero-Ortega-Panamahüte und fuhren am nächsten Tag schon weiter nach Vilcabamba.
Christian wollte nach zwei Tagen schon weiter weil ihm so von Peru vorgeschwärmt wurde; ich dagegen blieb noch weil es einfach zu herrlich war.
Unser erstes Hostel, Jardin Escondido war schon super. Nach 3 Nächten wechelte ich dann ins "Backpacker-Resort" Izhcayluma. Dort war es einfach perfekt.
Wahnsinns Aussicht und Umgebung, tolle Bar, gute Betten, super Restaurant, Obstsalat mit hausgemachtem Brot und hausgemachter Marmelade zum Frühstück, Hängematten, Pool, tolle Leute, Wanderwege in der Umgebung - einfach herrlich. Ich blieb noch drei weitere Tage und gab während dieser Zeit sage und schreibe 97 USD aus! Aber was soll man machen bei einer deutschen Speisekarte und argentinischem Wein...
Während meiner sechs Tage in Vilcabamba ging ich drei mal Wandern und einmal reiten, außerdem war ich joggen. Alles in allem hatte ich wirklich eine bombige Zeit!

Ein langer Tag
Heute, am 29.6. in der Früh stand ich um 4:10 auf, nahm den ersten Bus nach Loja, der nächst größeren Stadt und dann den Bus über die Grenze nach Piura, Peru.
Glücklicherweise klappte alles wie am Schnürchen. Nach 11h Reise kam ich gegen 16:00 in Piura an.
Ich hatte erwartet, dass Peru deutlich kälter wird.
Das genau Gegenteil ist der Fall, zumindest hier in Piura: die Stadt liegt wahrhaftig mitten in der Wüste. Rein optisch wirkt es hier schon sehr anders als in Ecuador. Es gefällt mir eigentlich ganz gut, aber ich kann nicht bleiben, um 23:35 geht mein Flug gen Cuzco.
Ich sitze nun also seit einigen Stunden in einem Restaurant mit WiFi, schlürfe Saft und warte, dass die Zeit vergeht. Der erste Flug geht in nun 3,5h nach Lima, dort habe ich 4,5h Aufenthalt (Begeisterung...), am 30.6. in der Früh geht dann der Anschlussflug nach Cuzco. Dort werde ich Christian wiedertreffen der in der Zwischenzeit ganz Peru im Bus durchquert hat, der Arme.
Nun denn, dann werd ich mal meinen Saft austrinken, was zu essen suchen, dort wieder Zeit schinden, dann langsam ein Taxi an den Flughafen nehmen (hoffen, dass es dort wieder WiFi gibt) und wieder warten...

Freitag, 24. Juni 2011

Popayan, Otavalo, Quito - die Reise geht weiter...

Abschied von La Serrana und Popayan - im Bunde ein Dritter
Am Mittwoch, 15., verließen Sebi und ich schließlich La Serrana. Schon seltsam, Abschied zu nehmen, nach einer gefühlten Ewigkeit auf der Farm.
 Ein letzter Blick auf La Serrana

Die Fahrt nach Popayen zwang uns zu einer Zwischenstation in Cali. Nach über zwei Wochen auf einer Farm mitten im Grünen hätte der Kontrast kaum krasser ausfallen können. Wir waren beide froh als wir diese fürchterliche Stadt schließlich hinter uns ließen.
Nach einem langen Tag im Bus kamen wir schließlich in Popayan an - und waren beide sehr positiv überrascht. Die Innenstadt von Popayan war sehr schön und sauber. Das Hostel das uns von vielen unserer Gäste empfohlen worden war setzte dieses Staunen nur fort: das Park Life Hostel, gerade mal 25 Tage alt, war wirklich toll und die beiden jungen Besitzer wirklich sehr herzlich.
Wir bedauerten nun sehr unseren engen Fahrplan und dass wir nicht länger in Popayan bleiben konnten.
Beim Einkaufen im Supermarkt lernten wir zufällig Christian aus der Steiermark kennen, meinen zweiten Österreicher auf der Reise! Zufällig stellte sich heraus das wir im selben Hostel logierten; so verbrachten wir gemeinsam den Abend und da wir die selbe Route hatten beschlossen wir am nächsten Morgen gemeinsam nach Otavalo zu fahren.

Der Weg nach Otavalo
Die Fahrt nach Otavalo war ein Horror. Statt geplanter neun Stunden brauchten wir 13.
Die Grenze nach Ecuador überquerten wir schon im Dunkeln - meine erste Grenzüberquerung so spät!
Von der Grenze nach Otavlo ging es plötzlich sehr schnell. Kaum waren wir durch das Gewackel des Busses aufs Neue in einen Halbschlaf verfallen wurden wir schon mehr oder weniger mitten auf der Landstraße rausgeschmissen.
Ein Taxi brachte uns zu unserem Hostel. Es war uns von den Gastgebern in Popayan empfohlen worden; die Lage war Serrana-artig etwas außerhalb und erhöht über Otavalo; es klang nett (und es gab wenig Alternativen in der Stadt selbst) und so hatten wir reserviert.
Zumindest dachten wir das. Als der Taxifahrer uns nach 25 min holperiger Fahrt absetzte und gleich wieder abdüste standen wir vor einem komplett dunklen Gutshof.
Wir klingelten mehrere Male, riefen, pfiffen, doch ausser bellender Hunde keine Reaktion.
Um uns herum nichts.
Wir warteten eine gute Viertelstunde ratlos.
Es war mittlerweile 20 vor zwölf.
Zurück nach Otavalo laufen kam nicht in Frage, laut Beschreibung auf der Hostel-Internetseite wäre das eine gute Stunde.
Ein Handy hatten wir zwar, aber der Akku war leer.
Das nächste Haus hatten wir exakt auf halbem Weg gesehen.
Tja.
Glücklicherweise kam kurze Zeit später ein Pick-Up vorbei der uns schließlich in Otavalo absetzte.
Nach ein wenig Suchen (es gab zwar haufenweise Hostels, aber die meisten sahen schäbig aus und keines hatte sichtbar geöffnet) fanden wir schließlich eine mediokre Absteige für 6 USD pro Person.

 Cotacachi
Um kurz vor 9:00 am nächsten Morgen verließen wir das Hostel schon wieder und fanden bald ein besseres Hostel.
Den Tag verbrachten wir in Cotacachi, einem Ort nahe Otavalo der wie schon León in Mexiko für seine Lederwaren bekannt war. In dieser Hinsicht enttäuschte Cotacachi: das angebot war deutlich kleiner und zwar teurer, aber auch besser verarbeitet. Auf der Suche nach Stiefeln fand ich nichts und Sebi eine Jacke.
Abends erfuhren wir, dass das Leder gar nicht aus Ecuador kommt. Die Haut stammt aus Argentinien, wird in Marokko zu Leder verarbeitet und dieses schließlich dann in Cotacachi vernäht. Absurd!

Otavalo
Am Samstag stand der berühmte Markt von Otavalo an.
Wir standen um kurz nach 6:00 auf um erst den Viehmarkt zu besuchen - ein wahnsinns Spektakel.
Später schauten wir uns den Rest des Marktes an der letztlich den Rest der Stadt ausmachte. Es gab viele Textilwaren aus Wolle, darunter einiges aus Alpacawolle. Leider mussten wir erfahren, dass diese aus Peru stammt - in Ecuador gibt es kaum Alpacas.
Jeder von uns ließ einiges an Geld da; alle kauften wir uns warme Pullis und ich mir endlich meinen Indy-Jones-Hut!
Am späten Mittag trennten Sebi und ich uns, diesmal endgültig auf diesem Kontinent. Sebi fuhr schon wieder zurück nach Kolumbien, Christian und ich weiter nach Quito.




Weitere Pläne
Christian hat ziemlich die selbe Route wie ich und auch ungefähr den selben Zeitplan so dass wir viel am Planen sind und eventuell zusammen weiterreisen oder uns zumindest immer wieder über den Weg laufen werden.
Mir ist bewusst geworden, dass ich nun weniger als zwei Monate Zeit und noch sechs Länder und einige Tausend Kilometer vor mir habe.
Mein momentaner und wohl relativ endgültiger Plan sieht nun also vor große Strecken zu fliegen und Peru praktisch zu überspringen. auch Brasilien wurde von fünf auf zwei Reiseziele reduziert. Argentinien hatte ich ja eh schon fast außen vor gelassen.
Ich werde mich nun also auf Bolivien konzentrieren - davon schwärmen alle, die von dort kommen.

Zeit ist Geld
Im Laufe des Abends werde ich heute wohl vier Flüge für knapp 600 Euro buchen die mir allerdings mindestens 160 Stunden Busfahrt - 6,5 Tage!!! - ersparen. Im Nachhinein ärgere ich mich sehr, dass ich meinen Rückflug schon von Salvador aus gebucht hatte; andererseits sehe ich dafür eben noch Rio und Salvador. An meinen CO2-Fußabdruck denke ich besser nicht! :(((


el año - Reiseroute auf einer größeren Karte anzeigen
Blaue Linien sind Flüge, Gelb ist die noch vor mir liegende Strecke

Ich werde nun noch zwei Tage in Quito verbringen und dann den restlichen Juni Ecuador durchqueren. Ende Juni wird mich dann mein erster (Heim-)Flug von Piura in Nordperu nach Cuzco bringen.
Die Flüge ärgern mich sehr, aber ich freue mich dennoch auf die restliche Reise. :)

PS: Wegen miserabler Internetverbindungen die letzten Tage veröffentliche ich diesen Eintrag, obwohl schon am 19. verfasst, erst am 23.6.

Montag, 13. Juni 2011

Salento - feliz aniversario!

Acht Monate nun hinter mir, 65d 22h 20min vor mir!
Sonst nichts neues. Wir sind immer noch in La Serrana in Salento. Morgen hört Sebi auf zu arbeiten, eine neue Volunteer übernimmt, ich lern sie noch an und am Mittwoch, 15.6. gehts los, weiter.
Zum Jubiläum:
Gerade hab ich die Reiseroute ganz grob aktualisiert.

el año - Reiseroute auf einer größeren Karte anzeigen

Ein bisschen schwindelig macht, dass ich allein an Luftlinie noch über 9000km vor mir habe... in den nächsten 2,5 Monaten.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Salento - ein beschauliches Leben

Direkt am Tag nach meiner Famulatur, am 1.6. setzte ich mich in einen Bus um wiederum nach Salento zu fahren.
Dort war ich ja schon zwei Wochen zuvor gewesen um an einem verlängerten Wochenende Sebi zu besuchen.
Die ersten Tage waren wunderbar. Ich ging einmal wandern, ansonsten hing ich im und ums Hostel rum, las, lernte und arbeitete ein wenig für die AMSA. Sebi wurde derweil mehr und mehr gestresst weil sehr viele Gäste da waren und er viel zu tun hatte. Ich griff ihm also immer mal wieder unter die Arme.
Zunächst war der Plan am Dienstag, 7.6. zu fahren. Da das Hostel und die Umgebung aber einfach zu toll sind entschlossen wir uns zu bleiben. Seit Montag arbeite nun ich hier und Sebi ist nur noch "back up", arbeitet wenig und spannt aus.
Meine Aufgaben sind Check-In und -Out zwischen 17:00 und 23:00, Bar, Hilfe beim Abendessen servieren und den ganzen Tag: Fragen beantworten. Das vor allem und die Rezeption sind erstaunlich viel Arbeit. Glücklicherweise haben wir momentan kaum Gäste...
Für all das schlafe ich umsonst und bekomme Frühstück sowie unter der Woche Abendessen. Das spart mir immerhin 35.000 COP pro Tag, knapp 14€.
Fürs erste ist der Plan nun in einer Woche, am 13. oder 14. weiterzufahren. Aber man weiß ja nie... ;)

Mir gehts soweit gut. Die Arbeit macht noch Spaß und tagsüber kann ich eigentlich machen was ich will. Ich bin sehr froh, dass ich endlich meine ganzen Famulaturen hinter mich gebracht habe und nun kein Zeitdruck mehr besteht.
Tatsächlich ist es sogar umgekehrt: ich will endlich nach Hause und zähle die Tage bis ich wieder im Flieger sitze (jetzt gerade: 69 Tage, 19 Stunden, 47 Minuten - ich habe einen Countdown als Firefox-Startseite eingerichtet).
Die Reiselust hat stark abgenommen; zwar möchte ich schon noch irgendwie Machu Picchu, die Salar de Uyuni und Buenos Aires sehen, aber ich habe Hostels sooooo satt und ich habe auch keine Lust mehr Stunden oder sogar Tage im Bus zu verbringen. Ich bin ein wenig am überlegen meinen Flug vorzuverlegen aber die Internetseite des Reiseanbieters verrät nichts über die Kosten und vor denen und dem Aufwand schrecke ich noch ein wenig zurück. Tja... :(
Jetzt genieße ich erstmal noch ein wenig das ruhige Leben hier auf der Farm.

 Mein täglicher Blick aus der Haustür
 eine der Aufenthaltsecken im Hostel; hier sitzen Sebi und ich meist am PC
 schwirrte mir neulich beim Lesen draussen vor der Nase rum: mal wieder ein Kolibri
 ein beliebtes Ausflugsziel hier: der Wasserfall in der Nähe von Boquía

Sonntag, 5. Juni 2011

Cali - letzte Famulatur

Endlich habe ich alle meine Famulaturen auf dieser Reise hinter mich gebracht, bin ich frei nur noch zu reisen, mit nur noch einem großen Termin in 74 Tagen, meinem Abflug, endlich.

In Cali hatte ich alles in allem eine gute Zeit. Ich habe wieder tolle Menschen kennengelernt, Freunde gefunden, hatte Spaß. Ich habe auch viel gesehen, etwas gelernt.


Die Famulatur:
Ich famulierte am Hospital Universitario del Valle (HUV) der Universidad del Valle zunächst in der Traumatologie, später in Gastrochirurgie. Das Spital ist mit knapp 1000 Betten das größte öffentliche Spital in Kolumbien. Die Patienten verfügen über die allgemeine Basisversicherung, sind im allgemeinen aber arm.

Trauma war sehr beeindruckend und lehrreich, aber auch bedrückend. 45% der Patienten (an vielen Tagen aber 100%) kommen mit der trocken abgekürzten Diagnose HPAF - herida por arma de fuego, Schussverletzung. Diese liegen oft im Kopf- oder Halsbereich. Die Motivation für die Angriffe sind willkürliche Gewalt oder Überfälle. Die meisten Patienten kamen aus zwei berüchtigten Stadtvierteln (Aguas Blancas und Siloé).
Ich hatte die gleichen Aufgaben wie hieisge Medizinstudenten im vierten Jahr: bei neuen Patienten die Erstbegutachtung, Anamnese und Status, bei Patienten auf der Aufnahmestation "Evolution", d.h. drei mal täglich Status und alle 24h eine neue Begutachtung. 
Die Arbeit begann morgens um 5:30 und endete meist gegen 17:00.

Da ich mir endlich mal eine Famulatur für mein Curriculum anrechnen lassen wollte wechselte ich nach einer Woche in Gastro- (Bauch)chirurgie.
Anfangs verbrachte ich meine Zeit mit einem Team kolumbianischer Studenten. Das vierte Jahr ist hier klinisch und so folgte ich ihrem Stundenplan. Wir hatten täglich jeweils 1-3h Seminar und bis zu 6h Arbeit entweder im consultorio – der Ambulanz -, einer Art Aufnahmestation oder im OP. 
Hier begann der Tag um 7:00 und endete gegen 18:00 wobei wir Mittags ca. 2h Pause hatten.
Die Arbeit selber war recht fad da wir zu viele Studenten waren und dadurch der einzelne wenig machen konnte. Die Tätigkeiten beschränkten sich praktisch auf Anamnese und Status.

Nach zwei Wochen bat ich um Erlaubnis ausschließlich im OP arbeiten zu dürfen was mir ohne weiteres erlaubt wurde.
Der OP-Plan begann um 7:00, der Chirurg kam aber frühestens um 8:30 so dass wir meist erst gegen 9:00 oder sogar später anfingen. Bei den meisten durfte ich steril am Tisch stehen und als zweite oder nicht selten sogar als erste Assistenz mitarbeiten. Die Arbeit war meist recht interessant weil die Profs sich sehr über einen ausländischen Gast freuten, viel fragten und während der OP meist viel erklärten. Je nach Prof und OP-Plan hatte ich hier keine oder bis zu 1h Mittagspause, heim ging ich zwischen 15:00 und 19:00.

Alles in allem war der Monat in Cali vom akademischen Blickwinkel nett, wobei Trauma das Beste war. Chirurgie war nicht schlecht aber nichts besonderes.


Haupteingang des HUV

Einer der acht OPs im Haupt-OP
 Der "filtro" - ein Auffangbecken für alle Notfallpatienten (außer Trauma), 
bevor sie erstbegutachtet werden

Ausserhalb des Krankenhauses
... habe ich mich selten frei bewegt. Cali halte ich für eine ziemlich gefährliche Stadt weswegen ich meist mit Taxis unterwegs war. Ausserhalb der Stadt war ich deswegen umso lieber. Jedes Wochenende war ich auf Ausflügen in die nähere oder weitere Umegbung die hier wirklich wunderschön ist.
Begleitet wurde ich von lieben Leuten die ich hier kennen gelernt hatte.
An einem verlängerten Wochenende zum Beispiel fuhr ich ins knapp 5h entfernte Salento wo Sebi mittlerweile ein zeitweiliges Heim gefunden hat! Ein anderes Wochenende waren wir wandern, wieder ein anderes in einem Nationalpark campen, mit über-dem-Feuer-kochen und Sternegucken.

 Ich wohnte bei einer kolumbianischen Oberklasse-Familie. Die Wohnung hatte gute 350 qm, ich ein eigenes Zimmer, ein Hausmädchen und gelegentlich einen Chaffeur.
Mittags aß ich in der Uni in einer unsäglich schlechten aber billigen Kantine oder in einem der dutzenden Restaurants ums Spital rum.
Das kolumbianische Essen finde ich allgemein ziemlich schlecht. Zwar gibt es unglaublich viele tolle Früchte (die exotischsten gibt es bei uns gar nicht: Lulo, Chontaduro, Tomate de arbol - Baumtomate), diese werden aber fast ausschließlich als Saft verwendet. Ein Frühstück besteht meist aus Kaffee und Rührei mit Arepas, das sind dicke Maisfladen mit Käse. Ein klassiches Mittagessen ist meist eine Suppe mit Huhn, Kochbanane und Kartoffeln und ein Hauptgericht mit sehr fettigem Fleisch, Kochbanane und Reis mit Linsen oder Bohnen – also Kohlenhydrate, Kohlenhydrate und Fett. Abwechslung gibt es kaum. 
In der ersten Woche aß ich effektiv 2-3 Eier pro Tag und an 2-3 Mahlzeiten pro Tag Fleisch. Schließlich erklärte ich mich als Vegetarier und weigerte mich Eier zu essen. Die Familie war sehr verwirrt und das Hausmädchen schmuggelte mir anfangs immer wieder Huhn ins Essen (denn pollo zählt nicht als carne) aber schließlich akzeptierten sie meine exzentrischen Essgewohnheiten. Fettig war das Essen trotzdem.

 Valle de Cocora in der Nähe von Salento
Lago Calima
untypisches kolumbianisches Mittagessen:
viel Salat, wenig Reis


Montag, 9. Mai 2011

Quito - eine ganz besondere Famulatur

Den April verbrachte ich in Quito.

Die Unterkunft
Nach ein paar Tagen in einem Hostel fand eine Art WG: ein privat vermietetes Haus mit 4 Gästezimmern, geteiltem Bad, Küche, Wohn- und Esszimmer. Dort wohnte ich für 220 USD/Monat zusammen mit einem Kölner GTZ-Mitarbeiter und einer französischen Seismologin. ausserdem wohnte noch Tante Olga dort, die Tante des Besitzers die ein wenig putzte und nach dem rechten sah.
Mein Zimmer war nicht sehr groß und die Fenster lausig isoliert (zumindest im April war es sehr kalt in Quito, zwischen 10 und 15°C); aber: ich fühlte mich richtig daheim. Das lag hauptsächlich an den Leuten. Es war ein richtig heimeliges WG-feeling. Nach der Arbeit machte man sich ein Bier auf und setzte sich mit den Mitbewohnern an den Küchentisch, quatschte oder kochte zusammen. Oft setzte sich Olga dazu, eine sehr freundliche und hilsbereite Person, oder es kamen der Besitzer, ein anfang-Dreissiger der schon die halbe Welt gesehen hat oder seine Eltern dazu. Hauptsächlich wegen der Atmosphäre, aber auch wegen der praktischen Lage kann ich Casa Amaru wärmstens empfehlen.

Die Famulatur
Die Famulatur im Hospital del Sur war alles in allem nicht so toll.
Das Hospital war gut in Schuss und auch von der Versorgung oder den Ressourcen her nicht übel.
Die Arbeit aber war wenig praktisch ausgelegt. Ich arbeitete schliesslich meist von 8 bis 12, Nachtdienste hatte ich versucht, lohnten sich aber nicht. Während dieser 4 Stunden machte ich Visite zusammen mit der einzigen Ärztin die die Motivation fand wirklich "Lehre" zu betreiben. Wir besprachen alle aktuellen Fälle, untersuchten einige nach und schrieben den Plan für den Tag. Dadruch bekam ich mehr Routine in internistischen (Not)fällen. Wirklich akute Notfälle gab es irgendwie recht selten; mit traumatologischen Fällen hatte ich fast nichts zu tun. Praktisch machte ich lediglich arterielle Blutgasabnahmen.
Ich habe während meiner Zeit dort schon etwas gelernt, würde es aber nicht noch mal machen und kann es auch nicht empfehlen.

Die Stadt
Quito gilt als eine der gefährlichsten Städte in Südamerika. Mittlerweile in Cali, Kolumbien, mit 10 Toten pro Tag allein in unserer Notaufnahme (inkl. Innere Med. und Not-OP), kann ich darüber nur lachen.
Fakt ist aber: Diebstahl und Überfälle sind sehr häufig in Quito. In keiner anderen Stadt bisher habe ich von so vielen Überfällen gehört - auf Touristen und Einheimische. Sehr viele der Überfälle finden an touristischen Hot-Spots statt: Dem Mariscal - dort befinden sich fast alle Unterkünfte, Bars, Clubs und Restaurants -, der Altstadt, dem Busbahnhof. Solange man aber keinen Widerstand leistet droht in den allermeisten Fällen zumindest aber keine körperliche Gefahr. Ausserdem lässt sich mit Vorsicht und dem Befolgen der altbekannten Reiseregeln einem Überfall fast sicher vorbeugen.
Eine wirklich schöne Stadt ist Quito insgesamt nicht, auch wenn es wunderschöne Ecken un der Altstadt gibt. 
Nichtsdestotrotz ist es eine interessante, ja, faszinierende Stadt mit einem tollen Freizeitangebot und atemberaubender Umgebung. Ich habe mich in meiner Zeit dort sehr wohl gefühlt und freue mich schon auf meine Rückkehr.

... und sonst so?
... hatte ich eine tolle Zeit in Quito. Das ist meinen Mitbewohnern zu verdanken, einem netten Kollegen aus den USA den ich im Spital kennen lernte - und nicht zuletzt einer ganz besonderen Kollegin mit der ich sehr viel Zeit (eigentlich jeden Tag) verbrachte und wegen der ich im Juni auch wieder nach Quito zurück kommen werde. ;) Mit ihr machte ich auch einen kleinen Ausflug in das ecuatorianische Amazonasgebiet sowie in die Anden.

am Äquator

 Blick über den Nordteil Quitos, mit Blick Richtung Süden zum Panecillo mit der Engelsstatue
 im Amazonasgebiet

Panama - Colombia

an Bord des Schiffes "Luka S/V" unter Captain Tomek setzte ich am 23.3. von Portobelo, Panama nach Cartagena, Kolumbien über. Das ganze kostete 440 USD und dauerte 5 Tage, wobei wir 3 Tage davon im Archipel von San Blas verbrachten.
Die Überfahrt war schlicht und einfach großartig. Ich hatte das Glück nicht seekrank zu sein (inm Gegensatz zu 6 der 11 anderen Passagiere). Angekommen auf San Blas war aber auch schon wieder alles gut und wir verbrachten wunderbare Tage mit schnorcheln, schwimmen, Obst, Fisch und Hummer essen und netten Abenden an Deck.
Die anderen Passagiere waren zum Großteil sehr interessante Charaktere mit denen ich zum Teil auch jetzt noch Kontakt halte.
Captain Tomek ist eine bemerkenswerte Person. Er steht im Guiness Buch der Rekorde als letzter Einhand-Weltumsegler ohne Stop; nicht zuletzt deswegen hat er ziemlich viel Erfahrung auf den Weltmeeren.
Darüber hinaus ist er ein großer Philosoph und ich verbrachte Stunden diskutierend mit ihm auf der Brücke.

Am 27.3. kamen wir schließlich in Cartagena an. da mein Flug nach Quito erst am 30.4. ging hatte ich also noch ein paar Tage in der wunderbaren kolumbainischen Hafenstadt.

Zum Schluss noch ein paar Links meiner Freunde:
http://vnextstop.com /Diana und Zilvinas aus Litauen machen von den USA aus eine Weltreise. Mit dem Fahrrad. Beide sind hervorragende Fotografen, ihre Fotos sind sehr sehenswert.
http://globelovers.over-blog.com Blog von Jocelyn und Perrin, auch auf Weltreise. viel Text, aber ein paar nette Fotos sind auch dabei
http://www.soloaroundtheworld.com/ die Seite von Captain Tomek auf seiner Solo-Einhand-Weltumsegelung
http://social.skipthedariengap.com/ Tomeks seite mit Infos zur Passage zwischen Panama und Kolumbien



Montag, 21. März 2011

Panama city

Ich kann leider nicht viel schreiben weil ich gleich los muss.
Ich fahre gleich nach Portobelo an der Kueste; dort gehe ich morgen an Bord der S/V Luke und setze via San Blas nach Cartagena, Kolumbien ueber.
Es gibt viel zu erzaehlen, ich hoffe ich finde bald Gelegenheit dazu.

Freitag, 18. März 2011

Boquete, Panama - die ersten Tage allein

11.3.-14.3. - Isla Ometepe, Nicaragua
14.3. -> San Jose, Costa Rica
16.3. -> Boquete, Panama

Das waren so meine letzten paar Tage.
Am 14.3. trennten Sebi und ich uns; er reist jetzt nur noch herum waehrend ich noch 2 Famulaturen vor mir habe. Ich bin also alleine nach Costa Rica gefahren.
Das alleine reisen ist ungewohnt - vor allem das Kochen - aber ich komme gut damit zurecht.
San Jose schien mir recht fad. Gestern bin ich in Boquete angekommen.
Lange habe ich darauf gewartet sagen zu koennen:
"Oh wie schoen ist Panama!"
Und es ist wahr. Boquete ist wunderbar. Fuer Sebi: Ein wenig wie eine Mischung aus Creel und Juayua. ;)
Bei einem ausgedehnten Spaziergang um die Stadt habe ich just in einem kleinen Dorf namens Arco Iris einen wunderbaren Regenbogen gesehen, spaeter Kolibiris. Zauberhaft.
Ich bleibe noch einen Tag, uebermorgen gehts nach Panama.

Freitag, 11. März 2011

Guatemala: Santiago, Antigua/ El Salvador: El Zonte, Juayúa, San Salvador/ Nicaragua: León

Wow. Ist der letzte Blog schon wieder fast nen Monat her. So viel passiert...
Am 24.2. war unser letzter Arbeitstag im Hospitalito;

wir verbrachten danach noch ein paar entspannte Tage in Santiago. Regina, eine Bekannte aus Wien stiess mehr oder weniger zufaellig zu uns und wir beschlossen gemeinsam nach El Salvador zu fahren. Am Sonntag, 27.2. brachen wir auf und kamen nach einer Nacht in Antigua am 1.3. in El Zonte an der Costa de Balsamo (Balsamkueste) an.

Wir verbrachten dort eine wunderbare Woche; nach fuenf Tagen schwimmen, surfen, Capoeira und in-der-haengematte-haengen fuhren wir nach Juayúa, einem wunderbaren kleinen Staedtchen, umgeben von sanften Huegeln und Kaffeeplantagen.

Auch dort hatten wir eine tolle Zeit - das kleine Hostel "Casa Mazeta" von Alex dem Franzosen und die gemuetliche Atmosphaere motivierten Sebi eines Abends zu dem Kommentar: "ich habe mich in ganz Zentralamerika noch nie soo daheim gefuehlt!".
 Nach fast 2 Wochen mit Regina mussten wir uns am Mittwoch, 9.3. in der Frueh trennen.
Regina hat nur noch einen knappen Monat hier und wollte nach Honduras, Sebi und ich nach Nicaragua. Schweren Herzens, weil wir wirklich eine gute Zeit gemeinsam hatten, fuhren wir nach León. Nach gut 13 Stunden Fahrt kamen wir schliesslich an.
Das Hostel in dem wir nun sind gefaellt uns aber ueberhaupt nicht und die Stadt ist zwar nett, aber auch nicht viel mehr. Wir fahren also morgen weiter auf die Insel Ometepe im Nicaraguasee.


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